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Epilepsie-Projekt

Bereits seit einigen Monaten habe ich mich bemüht den Boden zu bereiten für ein molekulargenetisches Forschungsprojekt zum Thema Epilepsie beim Labrador Retriever. Unmittelbarer Anlaß war für mich eine von Epilepsie betroffene Hündin in meinem "Ravenfly"-A-Wurf (Corvin von Riedenberg x Loughbrook Goldcharm of Lafayette). Nach langem organisatorischen Vorlauf haben nun die ersten Blutproben und damit auch das mir sehr am Herzen liegende Projekt ein Dach über dem Kopf.

In der Schweiz lief vor einigen Jahren unter der Leitung des Neurologen Professor Jaggy eine Studie zum Thema Epilepsie beim Labrador, nach wie vor hat die Fakultät (Arbeitsgruppe aus Neurologen, Genetikern und Internisten) Interesse an Blutproben betroffener Hunde.
Das Institut arbeitet europaweit mit anderen zusammen und steht in regem Kontakt zu dem Finnen Hannes Lohi, der den Genort für die Epilepsie-Form "Lafora" beim Dackel entdeckt hat. Nach Auskunft von Professor Tosso Leeb werden für eine aussagekräftige Versuchsreihe 30 Blutproben von betroffenen Hunden und einer Kontrollgruppe von 30 gesunden Labradors benötigt. Das langfristig angepeilte Ziel ist die Entwicklung eines Gentests.

Dank der Mitarbeit vieler engagierter Labradorbesitzer haben wir bereits ausreichend viele Proben von gesunden Kontrolltieren und die ersten Proben von an Epilepsie leidenden Labradors, suchen aber dringend nach weiteren betroffenen Tieren.

Es ist mir Herzensangelegenheit und Herzenswunsch, daß möglichst viele Besitzer erkrankter Labradors dieses Projekt unterstützen, genaue Informationen zu Probenentnahme und -Versand gebe ich gerne per Email; außerdem stelle ich ich in Absprache mit Frau Schwermer den aktuellen Stand des Projektes auf der DRC-Züchterversammlung im Juni vor.

Nicole Gies

nicole.gies@planet-interkom.de